Vertrauen ins eigene Tun

„Es ist Vertrauen (Shraddha), das uns die notwendige Kraft gibt, Widerstände erfolgreich zu überwinden und weiterzugehen, ohne die Richtung aus den Augen zu verlieren. Je stärker unser Vertrauen ist und je intensiver unsere Bemühungen sind, desto näher rückt das Ziel“ ( Patanjali, Yoga Sutra I,20/21)

Nur wenn wir uns selbst zutrauen, das gewünschte Ziel irgendwann und in irgendeiner Weise zu erreichen, und wenn wir den Inhalten und Methoden des Yoga vertrauen, können wir all die Hindernisse erfolgreich überwinden, die sich uns in den Weg stellen. Als größtes Hindernis gelten unsere allgegenwärtigen (Selbst-)Zweifel und die einzige Geisteshaltung, die tatsächlich diese destruktive Kraft ausgleichen kann, ist unser Selbstvertrauen und unser Vertrauen an sich. Patanjali bemerkt, dass es natürlich sei, wenn unser Vertrauen mal stärker und mal schwächer ausgeprägt ist, je nach den Umständen und auch abhängig von unserer Erziehung. Aber das Yoga-Sutra macht auch deutlich, dass wir Vertrauen (wieder) einüben können bzw dass wir in den Yogaübungen daran arbeiten können, unser (Selbst) Vertrauen zu stärken, damit es zu einer der Quellen werden kann, aus der sich usner Beharrungsvermögen und unsere Ausdauer nähren.